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  1. Meine Empfehlung, dieses Buc h ist ein tolles Geschen Nach Osten, immer geradeaus

Einführung in den Roman, (Prolog)Sie beginnt mit der geographischen Betrachtung Europas und Asiens. Der Beobachter erkennt eine gigantische, zusammenhängende Landmasse im Osten der nördlichen Halbkugel von der Nordsee (nordwestlicher Atlantik) bis zum Japanischen Meer (Nordpazifik). Die Menschen, die in diesem riesigen, landverbundenen Areal Eurasien leben, sind wahrscheinlich, laut der Wissenschaft, Nachkommen einer Ethnie. Geographen haben eine Grenze vom Uralgebirge im Nordosten, nach Südwesten, bis zum Bosporus gezogen, wodurch die Erdteile Europa und Asien entstanden sind. Nimmt man China aus, haben in alter Zeit im Osten weniger geistig fortschrittliche Völker gelebt, die erst später durch den Einfluss höher entwickelter, westlicher und chinesischer Kulturen, eine nachhaltige Veränderung erfahren haben. Im Süden Sibiriens und dem Altaigebirge keimt durch diesen Einfluss eine fortschrittliche Zivilisation. Durch Erzfunde und mit chinesischem Wissen entsteht die Metallverarbeitung. Am Tien-Schan-Gebirge und an den Oberläufen der beiden Quellflüsse des Jenissej entwickelt sich das freie, ungebundene Nomadenleben. Drei große Völkerfamilien sind im Wesentlichen bekannt; Kirgisen, Mongolen und Turkmenen. Mit „Osten“ verbinden sich in den Jahrtausenden viele Ereignisse. Das Panorama ist von Europa aus mit großem Interesse betrachtet worden. Auf dem Weg dorthin konnten die Grenzen vieler Staaten oft nur mit Gewalt und List überschritten werden. In Etappen erfolgt die Erkundung der Weiten Asiens. Bevor die Forscher dort eindringen, gibt es den Handel.





Hauptsächlich sind es zwei Karawanenwege nördlich des Tien-Schan Gebirges. So gelangen mehr als tausend Jahre vor Beginn unserer Zeitrechnung Güter aus Europa in den Osten sowie Seide und Gewürze in den Westen. Es bilden sich weitere Karawanenwege, sodass ein verzweigtes Wegenetz entsteht. Durch Freiherr von Richthofen erhält es den Namen „Seidenstraße“. Nicht nur Waren und Techniken werden transportiert, auch Religionen und Kulturen. Es entwickelt sich reger Austausch von geistlichen und irdischen Gütern. Der Handel bringt vielen Städten Ruhm und Reichtum.
Bei den Nomaden bilden sich Sippen und Stämme, die von Westen nach Osten und umgekehrt ziehen. Es entstehen Völkervermischungen. Auch suchen die Menschen kämpfend neuen Lebensraum. Forscher wandern in alter Zeit durch Mittelasien, um unbekannte Wüsten, Flüsse, Seen und Berge zu entdecken. Weiße Flecken wollen erforscht sein. Zahlreiche Bücher geben Zeugnis über die so weit entfernten Länder. Ihre Wege führten auch in die heutigen, von Russland abgetrennten Republiken. Auch durch Kirgistan. Von diesem kleinen, fernen Land, seiner Geschichte und seinen Menschen, handelt in der Hauptsache der historische Roman.
„Nach Osten, immer geradeaus“.
Aus der alten Zeit gibt es nur wenige geschichtliche Zeugnisse und Überlieferungen über Kirgistan. Spärlich, in Fragmenten, ist über dieses Volk, seinen Ursprung sowie seine Lebensweise berichtet worden. Die Kirgisen waren und sind auch teilweise heute noch Nomaden, leben in Stämmen. Mit ihren Herden ziehen sie umher. Seit Jahrhunderten wohnen sie in Jurten. Erst nach ihrem Tod erhalten sie in der Erde einen bleibenden Ruheort. Ihr Leben, ihre Kultur, Essgewohnheiten und Hygiene sind im Roman beschrieben. Sie leben in unterschiedlichen Gegenden des weiten Landes. Später einen sich die Khanate zu dem gemeinsamen Volksnamen: Kirgisen. Der soll verschiedenen Sagen nach aus den Worten Kirk Kys (vierzig Mädchen) entstanden sein. Die Kirgisen glauben an die Lehre der Schamanen. Diese Geistlichen sind Wahrsager und Heiler, also ein Medium zwischen der materiellen und geistlichen Welt. Als göttliche Gewalt steht über allem der „Tenir“, der Himmel. Dort im „Menke-Kököl-Tenir“, dem „ewig blauen Himmel“, sind demnach die Ahnen vereint, die den Irdischen beistehen. Die Türken stoßen schon früh nach Mittelasien vor und vermischen sich mit den dort lebenden Völkern. Durch ethnische Verbindungen entwickelt sich das Turkvolk. Später beginnen sie mit den Arabern den religiösen Feldzug und verbreiten mit grausamer Gewalt den Islam. Die in Kämpfen Gefangenen Chinesen beherrschen die Künste, Seide und Papier herzustellen. Die Muslimen haben später mit dem Papier ein wirksames Medium, mit dem Koran ihre Lehre zu verbreiten. Ihre Frauen können sich in schwarze und bunte Seide kleiden und verschleiern. Der Islam ist auf dem Vormarsch. Durch Vermischung mit dem Schamanentum entsteht bei den wandernden Völkern der Volksislam“, der sich nur bedingt an Mohammeds Lehre orientiert. Wo sie sesshaft werden, entstehen Moscheen und Koranschulen. Ein geeintes kirgisisches Volk hat sich erstmals im neunten Jahrhundert gebildet. Laut Überlieferung besiegen die Kirgisen unter Khan Jaglagar die Uiguren, Chinesen und weitere Stämme und steigen zur Hauptmacht in der Mitte Asiens auf. Aus diesem Ereignis bildet sich das Epos des unsterblichen „Manas“.
So sind die reale Historie der Kirgisen und das Epos nebeneinander im Roman verwoben geschildert. Die Siege des sagenhaften Helden sind durch Erzähler in den folgenden Jahrhunderten als Geschichte weitergetragen und das Epos später in Reimen für die Nachwelt aufgeschrieben worden. Es ist für die Kirgisen kein Märchen, sondern sind wahre Berichte und historische Fakten, die ihre Kultur ausmachen. „Manatschis“ überliefern in melodischem Redegesang die Zyklopädie. „Manas“, so ist der Volksglaube, redet durch die Volkssänger und er verkündet somit selbst seinen Ruhm. Nicht Reichtum in Gold und Silber ist der Inbegriff höchster Erfüllung bei den Kirgisen, sondern Tapferkeit und Freiheit. Die Volkssänger erzählen von den Siegen über ihre Feinde, vom Zusammenhalt und der Einheit des Volkes: ihrer Stärke, ihren Bräuchen und Sitten. Dieses Volk hält seine Historie lebendig. Zwei Kulturen gibt es in alter Zeit. Zum einen verfügen die Kirgisen über eine einfache Schrift aus syrischen Zeichen. Zum anderen ist es die mündliche Überlieferung ihrer Geschichte. Neben dem Nomadenleben entwickelt sich der Städtebau, besonders im Ferganatal im Osten des Pamir. So wird ein Teil der Kirgisen sesshaft, betreibt Ackerbau und bekehrt sich zu frommen Muslimen. Die meisten aber bleiben Viehhirten. Ihre Erwerbsquellen und ihr Kapital sind ihre Herden; ihre Freude, Stolz und Glück. Sie sind aber auch ihr Unheil, denn es gibt keine Absicherung gegen Seuchen, harte Winter, Futtermangel und andere Schicksale. Die Kirgisen können ihre Vorrangstellung nicht halten. Am Schluss seines Kampfes erleidet ihr Khan in China eine tödliche Niederlage. Ohne ihn zerfällt der Zusammenhalt. Sie zerstreuen sich. Viele Sippen siedeln um, suchen neue Weiden ohne ihre angestammte Heimat und werden von mongolischen Khanen versklavt. Im Osten erheben sich die Mongolen und überschwemmen das Land mit Blut. Temudschin, später als Dschingis-Khan bekannt, führt grausame Kriege. Er kämpft rücksichtslos und unterwirft die Mongolenstämme. Er will Khan-Khan aller Mongolen werden. Auch führt er Krieg gegen „Schah Ala ad Din Mohammed“ im Land Chores, dem späteren Persien, der sich grausam entwickelt. Dschingis-Kahn und seine Söhne erobern ganz Mittelasien und dringen bis nach Mitteleuropa vor. In der Weltgeschichte hat keine Macht unbegrenzt Bestand. Dschingis-Khan wird von vielen Historikern wegen seiner Grausamkeiten als der größte Massenmörder bezeichnet. Er stirbt am Burkan-Kaldum. Seinen engsten Vertrauten befiehlt er, dass nie ein Mensch sein Grab finden dürfe. Es wurde nie entdeckt. Seinen Sohn Belgutei bestimmt er als seinen Nachfolger. Für die Mongolen wird ein Epos in chinesischen Archiven aufbewahrt.
„Die geheime Geschichte der Mongolen“
in chinesischen Archiven aufbewahrt. Nach dem Tod Belguteis und seiner Brüder zerfällt das Mongolenreich und wird unbedeutend. Die großen Kämpfe unter den Nomadenvölkern werden weniger, aber Mittelasien nicht krisenfrei. Der Einfluss Russlands und Chinas macht sich bemerkbar.
Beim Überspringen einiger Jahrhunderte kommt es erneut zu einem einschneidenden, geschichtlichen Ereignis. Mit Einwilligung des Zaren wandern deutsche Siedler aus religiösen Gründen ins Land. In vielen Regionen Russlands werden sie sesshaft. Nicht nur in Kirgistan. Mitte des 19. Jahrhunderts kommen die Ersten. Der Hauptteil der Einwanderer erreicht Anfang des 20. Jahrhunderts sein Ziel, das Talas Tal in Kirgistan. Von den vielen Dörfern am Talas und dem Tien-Schan-Gebirge wird das Dorf Orloff im Roman als Beispiel beschrieben und seine Verhältnisse geschildert. Gustav Wall dokumentiert das Leben in einer Chronik. Außerdem gibt es durch die späteren Rückkehrer nach Deutschland viele mündliche Berichte. Die politischen Belastungen mindert nicht ihren Siedlungserfolg. Die russische Revolution wirft sie nicht aus der Bahn. Das große Elend beginnt mit dem zweiten Weltkrieg. Jetzt sind sie nicht mehr Deutsche, sondern Faschisten und Feinde. Männer und Frauen werden in Arbeitslagern zwangsverpflichtet. Mütter ihren Kindern weggerissen, die rechtlos ihrem Schicksal überlassen bleiben. Viele Internierte kehren nicht aus den Lagern zurück. Das ist Ausrottung. Später, nach Kriegsende, verbessern sich die politischen Verhältnisse. In fast allen Bereichen aber werden sie mehr und mehr zu Fremden und bleiben Faschisten. Als sich die Grenzen öffnen, verkaufen viele ihren Besitz und ziehen nach Deutschland zu ihren Wurzeln. Hier sind sie in der Bevölkerung nicht willkommen! Sie werden als Fremde behandelt und „Russen“ genannt. Dieser Name hält sich lange in der Bevölkerung und ist auch heute, nach mehr als 35 Jahren, noch zu hören. Wegen des ihnen anhaftenden Fremden werden sie abgelehnt.
Nur Wenige bedenken, dass die Leute in einer anderen Kultur und unter hier nicht bekanntem politischen Einfluss aufgewachsen sind.
Die ehemaligen Aussiedler sind tot. Die Rückkehrer sind ihre Kinder und Enkel. Die kennen Deutschland nicht und selten die deutsche Sprache. So kommen Deutsche mit Illusionen aus einem fremden Land in ihre Heimat nach Deutschland. Heute sind sie in den meisten Fällen sprachlich nicht mehr zu unterscheiden. Sie lassen sich zu Handwerkern, Technikern und Ingenieuren ausbilden. So können ihre Anfänge leicht vergessen werden. Sie sind eine Bereicherung und keine Fremden. Diese Menschen gehören zu uns. Trotzdem gibt es einen Mangel: Die Jüngeren, die als Fremde gekommen sind, haben kaum Interesse am Leben ihrer Vorfahren in Mittelasien. Sie fragen selten die Alten:
„Wie war es damals bei euch?“ Sie vermitteln damit den Eindruck:
„Was haben wir mit eurem Leben im damaligen Russland zu tun?“ Sie haben scheinbar vergessen, dass viele von ihnen in dem fernen Land geboren wurden, und dass dort ihre Kinderbetten gestanden haben. Fragt man die Alten danach, blicken sie traurig. Vielleicht kann
„Nach Osten, immer geradeaus“
manche der jungen Leute interessieren und so eine neue Verbindung knüpfen.

Nach Osten, immer geradeaus - Cover

Klappentext:

Irdische Zeiten und Entfernungen sind endlich. Wer weiß heute noch, wie es war, als die Menschen auf fliegenden Pferden die Weiten Mittelasiens durchstreiften, sie die Sprache der Tiere verstanden haben und eine gehörnte Hirschkuh die Urmutter eines Volkes war? Das Rad der Zeit dreht sich im Roman zurück. Es wird das Leben der Menschen betrachtet. Man erhascht einen Blick auf die pittoreske Natur mit ihren Gebirgen, Seen, Wüsten, Strömen und Steppen. Viele Völker treten ins Rampenlicht und verschwinden wieder. Ein bunter Reigen. Die deutschen Siedler sind nicht vergessen. Etwa 250 Schicksalsjahre leben sie auf fremder Erde. Sie kehren zurück in ihre Heimat zu ihren Wurzeln und man nennt sie hier Russen. Sie kommen in die Gegenwart, in das Heute.

"Nach Osten, immer geradeaus" ist das vierte Buch, ein historischer Roman. Dafür habe ich viele Jahre recherchiert. Kirgisistan! Dieses Land im Inneren Asiens, die Menschen, ihre Kultur und das sagenhafte Epos seines Helden "Manas" werden die Leser gewiss in ihren Bann ziehen. Die Geschehnisse reichen zurück bis in die Schamanenzeit, lange bevor sich der Islam ausbreitete. Ausführlich ist auch das Leben der deutschen Siedler geschildert, die später als Russlanddeutsche heimkehrten.

 336 Seiten. 
Erhältlich als Buch und als E-Book bei: Rediroma-Verlag, Amazon, Thalia, Hugendubel, Buchhandlungen und beim Autor.
ISBN: 978-3-98527-922-7
Preis: 15,95 Euro, (beim Autor portofrei)